Aktuelles

Liebe Gemeinde,
Advent hat in meinen Vorstellungen immer etwas mit Türen zu tun. Vielleicht liegt es daran, dass mein Religionsbuch der ersten Schuljahre beim Thema Advent eine verschlossene Tür zeigte. Sicher auch das Lied: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Vielleicht auch, mehr unbewusst, in der Adventszeit blieb die Keksdose verschlossen, und auch die Schokoladen, die es nicht so reichlich gab, wurde nicht geöffnet. Sicher auch der Adventskalender, wo an jedem Tag nur ein Türchen geöffnet werden durfte, was nicht immer ganz so eingehalten wurde, weil ich wenigstens ein bisschen versuchte das Türchen zum nächsten Tag zu öffnen, natürlich ohne dass das sichtbar war.
Dieser Advent 2020 ist tatsächlich unfreiwillig ein Advent der verschlossenen Türen: Theater, Kino, Gaststätten sind zu. Keine Adventsfeiern, kein Weihnachtsmarkt, wie in den vergangenen Jahren. Das fehlt, vor allem auch denen, deren Existenz bedroht ist, weil sie nicht öffnen dürfen. Das soll jetzt kein Ausgleich sein, das kann den Verlust nicht ersetzen, aber den Blick öffnen auf die Türen, die sich öffnen, die ich öffnen kann.
Ich möchte einen Brauch aufnehmen, der in anderen Gegenden nicht unbekannt ist: das „Frauentragen“. Maria, die Mutter Jesu, machte sich, nachdem der Engel Gabriel ihr die Botschaft brachte, dass sie Mutter Christi sein darf, auf und ging zu Ihrer Tante Elisabeth. Maria besucht Elisabeth. Dieses biblische Geschehen können wir nachvollziehen: Eine Marienfigur wird von einer Familie zu einer anderen getragen und bleibt einen Tag dort, bevor sie zur nächsten Familie gebracht wird. Maria besucht Elisabeth, so die biblische Botschaft und so, ganz praktisch umgesetzt, wir öffnen die Tür für die Botschaft, dass Gott kommt, symbolisch in der Marienfigur. Wir schauen auf die Figur und können uns die echte Maria menschlich vorstellen: ihre Frage: „Wie soll das geschehen?“ ist nicht fremd, ist unsere Frage. Fragen, beten, bitten, es versuchen bis es vielleicht auch unser Gebet ist, das Magnifikat: „Meine Seele preist die Größe des Herrn“.
Gott kann Türen öffnen, hat längst seine Tür zu mir geöffnet.
In der Kar- und Osterwoche waren die Kirchentüren verschlossen für öffentliche Gottesdienste. Weihnachten ist es anders, wir dürfen Gottesdienste feiern. Damit alle an diesen Feiertagen teilnehmen können werden in Zehdenick am Hl. Abend um 15 Uhr und um 17 Uhr, in Templin um 15 Uhr, um 17 Uhr und um 19 Uhr die Christmetten gefeiert. Es ist nötig, dass Sie sich anmelden, damit die Höchstzahl der Teilnehmer nicht überschritten wird. In den Kirchen liegen Listen aus. Gern auch telefonisch oder schriftlich können Sie sich anmelden.
Eine Zeit des Advents, in der sich Türen öffnen, wünscht sich und Ihnen

Ihr Pfr. Thomas Höhle


Liebe Gemeinde, werte Gäste,
seit dem 4. Mai dürfen wir wieder öffentliche Gottesdienste feiern - unter Beachtung der Vorschriften.
Am Sonntag ist wieder Hl. Messe, in Zehdenick und in Templin um 10 Uhr und jeweils im Wechsel am 1. und 3. Sonnabend im Monat um 17 Uhr in Mildenberg, sowie am 2. und 4. und 5. Sonnabend in Lychen um 18 Uhr. Ausführlicher finden sie alle Angaben im Pfarrbrief.
Die Chorprobe ist um 18.30 Uhr, um 18 Uhr Taizegebet.
  • Pfarrer Höhle
  • Zuletzt aktualisiert am: 27.11.2020